Es stimmte: Mit fünfundzwanzig Jahren hatte er das Land noch nie verlassen, hatte sich von seinem Geburtsort noch nie weiter als drei Tagesmärsche, anderthalb Tage mit dem Pferdefuhrwerk oder einen langen Nachmittag mit dem Zug entfernt.

Sprachlos stehe ich meinem imaginären Gegenüber gegenüber und schaue ihm/ihr ins Gesicht. Nur unauffällig vernarbte Lachfältchen verraten die wahre Identität seines Gewissens. Wenn man unter Insomnia leidet, ist man nie vollkommen wach. Alles scheint hinter einer Wolke, einem Nebel zu verschwinden, Idealismus und Idiotie verschmelzen zur wunderbaren Einheit. Ich will im Absinth ertrinken, Polen befreien, Regen machen. Ich will von IHR gefunden werden, wer immer SIE sein mag. Ich will nie wieder wollen müssen.

Scharenweise seilten sich an seinem Gesicht die Tränen ab.
16.9.06 04:09
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen




















Gratis bloggen bei
myblog.de